Bundesjungzüchterwettbewerb

und internationale Meisterschaften

 

 

Bundeswettbewerb:

Den Bundesjungzüchterwettbewerb gibt es seit 1997. Der erste wurde in Rastede veranstaltet. Dabei haben alle 16 deutschen Pferdezuchtverbände die Möglichkeit, eine Mannschaft zu stellen. Die Jungzüchter des Hannoveraner Verbandes sind seit Beginn an dabei und stellen bisher die erfolgreichste Mannschaft mit vier Siegen. Die jeweils bestplatzierte Mannschaft, die noch nicht Ausrichter war, organisiert im darauf folgenden Jahr den Wettbewerb. 

Team:

Das Betreuerteam, bestehend aus Hannes Brüning, Maren Schlender und Monika Meyer, führt die Auswahl des Teams durch und trainiert die Mannschaft bis zum Wettbewerb.

Auswahl:

Jedes Jahr im Frühjahr (siehe Ankündigungen in der Verbandszeitschrift„Der Hannoveraner“) findet eine spezielle Auswahl für die Mannschaft statt, die im selben Jahr Hannovers Farben auf dem Bundesjungzüchterwettbewerb vertritt. Sie verläuft wie ein normaler Wettbewerb mit Mustern und theoretischem Teil, wobei aber zusätzlich, wie auch beim Verbandsfinale gefordert, eine Pferdebeurteilung mit einfließt und seit 2006 auch die Beurteilung des Freilaufens und -springens. Dabei starten die Teilnehmer in zwei Altersklassen. Pro Altersklasse werden generell fünf Teilnehmer ausgewählt, die dann bis zum Wettbewerb noch speziell geschult werden.

Training:

Je nach Zeitpunkt des Bundeswettbewerbes, der meist im Juli oder August stattfindet, werden mehrere Übungstreffen in Verden organisiert, bei denen die drei Teildisziplinen noch Mal vertieft werden.

Internationaler Wettbewerb:

Der erste Internationale Wettbewerb wurde 2001 in Verden ausgetragen. Am Start waren Mannschaften aus Belgien, den Niederlanden, Dänemark und Polen sowie vier Teams, die aus zwölf deutschen Pferdezuchtverbänden zusammengelost wurden. Der Wettbewerb findet seitdem alle zwei Jahre statt und beinhaltet die vier verschiedenen Teildisziplinen: Mustern, Exterieur-Beurteilung, Theorie und Beurteilung von Freilaufen und Freispringen. 

Bundesvorstand der Jungzüchter:

Die Jungzüchter sind deutschlandweit durch den Bundesvorstand organisiert und arbeiten mit der FN zusammen. Den Vorsitz hat der Bundesjugendsprecher Hendrik Fiegel aus Bayern. Die vier weiteren Mitglieder des Vorstandes sind aufgeteilt in die Bereiche Nord, Ost, Süd und West und werden vertreten durch Maren Schlender (nördliche Zuchtverbände), Gerd Francke (östliche Zuchtverbände), Claudia Meckmann-Dorsel (westliche Zuchtverbände) und Toni Kornes (südliche Zuchtverbände). Monika Meyer hält die Verbindungen zu den ausländischen Zuchtverbänden aufrecht.

Bundesjungzüchterwettbewerb:

Gefördert und gelehrt werden soll:

  1. Theoretisches und praktisches Wissen zum Umgang mit dem Pferd – „Horsemanship“
  2. Beurteilen von Reitpferden, in der Hauptsache Beurteilung von Zuchtstuten. Vorstellen eines Reitpferdes vor der Kommission. Hier werden der Umgang mit dem Pferd und das optimale Vorstellen geübt. Beurteilung von Freilaufen und Freispringen.
  3. Teamfähigkeit
  4. Motivation zur Mitarbeit und Identifikation mit dem Zuchtverband.

Wettbewerbsablauf:

Die Jugendlichen gehen zum Bundeswettbewerb in Zuchtverbandsteams unterteilt in zwei Altersgruppen, 14- bis 18-Jährige und 19- bis 25-Jährige an den Start.

Der Wettbewerb findet in der Regel an einem Wochenende statt. Anreisetag ist der Freitag, zu dem der ausrichtende Verband einlädt. Um die Kosten für alle Beteiligten gering zu halten, übernachten die Teilnehmer in einer Gemeinschaftsunterkunft (z. B. Reithalle).

Der Wettbewerb kann bereits am Freitag beginnen, da mit der Einbeziehung des neuen Teils „Beurteilung des Freilaufens und Freispringens“ organisatorischer Mehraufwand verbunden ist.

Die Theorie besteht aus 25 Fragen aus den Bereichen Fütterung, Haltung, Anatomie, Verbandsregeln, Turniersport und Aktuelles. Die Fragen sind für die Altersgruppen unterschiedlich.

Im Freispringen werden etwa fünf Pferde nach den Kriterien Trab, Galopp, Manier und Vermögen beurteilt, nachdem die Richter zwei bis drei Pferde vorbeurteilt haben, um den Teilnehmern einen Anhaltspunkt für das Notenniveau zu geben.

Drei Zuchtstuten stehen für die Beurteilung parat. Diese sollten von unterschiedlicher Qualität sein. Die Richtergruppe beurteilt ein Musterpferd öffentlich, damit sich die Jungzüchter auf die Kriterien der Richter einstellen können. Danach werden die drei Wettbewerbsstuten von den Richtern und den Teilnehmern beurteilt. Gewertet wird die Abweichung der durch die Jungzüchter vergebenen Noten von denen der Richter.

Den Abschluss bildet der Musterungswettbewerb.

Hier werden beurteilt:

  • Zügelführung
  • Aufstellen des Pferdes
  • Mustern des Pferdes
  • Auftreten des Vorführers

Die Vorstellung jedes Teilnehmers wird von Richtern am Ende kommentiert.

Ziel ist, dass der Teilnehmer das Pferd beim Vorstellen in der Aufstellung und der Bewegung möglichst positiv zur Geltung bringt, wie es bei der Stutbucheintragung, Zuchtschauen und Körungen notwendig ist.

 

Text siehe www.hannoveraner.com Homepage des Hannoveraner Verbandes