Die Hannoveraner Jungzücher

-Entstehung und Entwicklung-

 

 

 

Im Oktober 1986 erscheint im „Hannoverschen Pferd“ der folgende Beitrag von Dr. Ludwig Christmann unter der Rubrik „Auf ein Wort“:

 

„Ich betrete den Hof, ein alterfahrener hannoverscher Züchter kommt mir entgegen. „Ich werde die Pferdezucht aufgeben. Für mich allein wird es zuviel, und meine Kinder haben kein Interesse an den Pferden“, so seine Worte. Beste Stuten, seit Generationen auf diesem Betrieb heimisch, kommen zum Verkauf. Ein Einzelfall? Beileibe nicht. Zu oft kommt es vor, dass der Nachwuchs auf den Züchterhöfen den Pferdestall schließt. So oft auf alle Fälle, dass sich einige ernsthafte Gedanken darüber lohnen. Nicht nur wertvolles Zuchtpotential kann dadurch verloren gehen, sondern mit den von Generation an Generation weitergegebenen Erfahrungen auch ein großes Maß an Pferdeverstand.

Woran das liegt, ist nicht in zwei Sätzen zu ergründen. Die Ursachen sind vielfältig. Das gestiegene Freizeitangebot gehört sicher dazu. Ich habe zudem den Eindruck, dass durch die Technisierung der Landwirtschaft auch die Denkweise mehr und mehr mechanisiert wird und die Tierbestände als reine „Produktionsmittel“ begriffen werden. Und da gibt es bekanntlich Sparten, die höhere Deckungsbeiträge als die Pferdezucht liefern.

Es ist also nicht mehr selbstverständlich, dass die Jugend in die Pferdezucht einsteigt. Und um die Dinge, die nicht selbstverständlich sind, muss man sich bekanntermaßen stärker bemühen. Ein Blick über den Zaun kann sich lohnen. Etwa zu den Landjugendverbänden mit ihren vielfältigen Aktivitäten oder zu den Rinderzüchtern, die ebenfalls einiges bieten, um den Nachwuchs bei der Stange zu halten.

Gerade die Arbeit in den Pferdezuchtvereinen kann wichtige Beiträge liefern. Warum nicht Jugendabteilungen einrichten, die Züchtersöhne und –töchter selbst organisieren und mit Leben füllen?

Ansätze gibt es vielerorts schon, wie z.B. Vorführwettbewerbe für Jugendliche. Diese gilt es weiterzuentwickeln und auszubauen. Die Phantasie kann man dabei ruhig schweifen lassen, wenn es dadurch gelingt, den Jungen die Pferdezucht wieder schmackhaft zu machen.“

Die Hannoveraner Jungzüchteraktivitäten werden auf Initiative von Dr. Ludwig Christmann aus der Taufe gehoben. Engagierte Leute aus den Pferdezuchtvereinen treffen sich in Verden und überlegen sich Strukturen und Angebote, die gemacht werden können. Jugendsprecher werden in den Vereinen gewählt, die die Interessen der Jugendlichen vertreten und verschiedenste Aktivitäten rund ums Pferd anbieten.

Herr Dr. Lehmann, Direktor der Uelzener Versicherung, begrüßt die Jungzüchter-initiative des Verbandes sehr und ist sofort bereit, diesen Bereich finanziell zu unterstützen. Eine Zusammenarbeit und Förderung, für die wir dankbar sind und die bis heute fortbesteht.

Die ersten Jungzüchterwettbewerbe werden im folgenden Jahr organisiert, und am 28. August treten 24 Siegerinnen und Sieger zum ersten Hannoveraner Jungzüchterfinale im Rahmen der Ratje-Niebuhr-Schau in Verden an. Eine gelungene Premiere zum Jubiläum „100 Jahre Hannoversches Stutbuch“. Die Siegerinnen heißen Dörte Kiehn, Scharnebeck, mit Sternschnuppe v. Steuben/Graf Douglas in der älteren Gruppe, und Heike Crome-Sperling, Lutter a. Bbg., mit St.Pr.St. Weronika v. Wenzel I/Absatz. Jugendsprecher der „ersten Stunde“ sind u.a. Heiner Hormann, dessen Kinder wir mittlerweile beim Jungzüchtertag treffen, Ira Köser (mittlerweile Hagemann) und Olaf (eben jener) Hagemann, deren Kinder inzwischen ebenfalls durch die Jungzüchtertage wirbeln. Bezirkssprecher werden gewählt, und in enger Zusammenarbeit vertritt im Vorstand Hans-Heinrich Brüning die Interessen der Jungzüchter. „Unsere Seite“ wird das Informationsforum für Jungzüchter in „Hannoversches Pferd“.

1989 gibt es in allen Bezirksverbänden Bezirksjugendsprecher. Alle Jugendsprecher erhalten eine Jungzüchter-Spardose, die auf Veranstaltungen aufgestellt werden kann. Die Mindestteilnehmerzahl für einen Jungzüchterwettbewerb wird auf sieben festgelegt. Beim Jungzüchterfinale im Rahmen der Fohlen- und Zuchtstutenauktion werden die Stuten von den Teilnehmern vor Ort eingeflochten. Das Angebot einer Jungzüchterfahrt zur Equitana wird gut angenommen.

Im Jahr wird die erste Jungzüchterreise organisiert. Sie geht vom 27. – 29. Juli in die DDR und wird dort von Gerhard Francke (Verband Sachsen-Anhalt) begleitet. Die Jugendsprecher erhalten das „Hannoversche Pferd“ kostenlos und Jungzüchter freien Eintritt zu den Verdener Auktionen. Eine Fragenliste und die Fragenkärtchen für Jungzüchterwettbewerbe entstehen. In den Vereinen werden mit großem Erfolg die ersten Beurteilungslehrgänge und –wettbewerbe organisiert. Eine Mustersatzung wird erarbeitet, in der die Stellung des Jugendsprechers im Verein geregelt wird. Olaf Hagemann wird am 24. November zum ersten Verbandsjugendsprecher gewählt.

Ab erhalten Jugendsprecher Pressemitteilungen und Auktionskataloge kostenlos zugesandt. Die Jungzüchterwettbewerbe werden für Kinder mit Ponys geöffnet. Der Hannoveraner Jungzüchtertag hat Premiere. Am 24. August findet zum ersten Mal das „etwas andere Turnier statt“. Im Jungzüchterfinale siegen Stefan Blanken, Hepstedt, mit Waldfee v. Werther/Wunsch II in der älteren, und Sandra Hunte, Landesbergen, mit Goldika v. Gardeulan II/Abseits in der jüngeren Abteilung. Die Jungzüchterreise führt nach Belgien zum Gestüt Zangersheide.

1992 wird bei der Uelzener Versicherung eine Unfallversicherung für Jungzüchteraktivitäten abgeschlossen. Das erste Seminar für Richter von Jungzüchterwettbewerben findet statt. Die Fragenliste wird überarbeitet und ergänzt. Beim Jungzüchterfinale wird die Theorie nicht mehr mündlich, sondern schriftlich durchgeführt. Eine Checkliste für Jungzüchterwettbewerbe entsteht. Die Wahlperiode für den Verbandsjugendsprecher wird auf drei Jahre bei einmaliger Möglichkeit der Wiederwahl festgelegt. Die Jungzüchterreise führt nach Holstein und Dänemark.

Jürgen Rump wird als Nachfolger von Hans-Heinrich Brüning Ansprechpartner für die Jungzüchter im Vorstand. Das Angebot in den Pferdezuchtvereinen wird breiter. Neben Jungzüchter- und Beurteilungswettbewerben gibt es mittlerweile u.a. Longierlehrgänge und Tagesfahrten. Die Jungzüchterreise führt in die Niederlande.

1994 werden die Regeln, die sich die Jugendsprecher bisher gegeben werden, schriftlich zusammengefasst. Im Pferdezuchtverein Thedinghausen organisiert Jugendsprecher Uli Hahne einen Jungzüchtertag. Olaf Hagemann wird erneut zum Verbandsjugendsprecher gewählt. Jetzt wird auch das Amt des/r stellvertretenden Verbandsjugendsprechers eingerichtet. Annelene Meyer vom Bezirksverband Hannover wird gewählt. In immer mehr Verbänden etabliert sich Jungzüchterarbeit. Die Jungzüchterreise geht nach Großbritannien.

In den Vereinen wird das Angebot weiter vergrößert. Es gibt Fahrten, Lehrgänge zur Beurteilung, zur Anatomie des Pferdes, zum Frisieren und zum Freispringen. Es wird vorgeschlagen, im Jungzüchterwettbewerb statt des Vorführens auch Reiten zuzulassen. Dieser Vorschlag wird aber abgelehnt. Der Zucht- und Sportcup wirft seine Schatten voraus. Ziele der Jungzüchterreise sind die Landgestüte Radegast und Moritzburg sowie Dresden.

Seitdem helfen die Jungzüchter bei den Galaabenden vor den Elite-Auktionen. Hans-Hagen Buchholz organisiert im Verein Burgdorf den ersten Zucht- und Sportcup, bei dem die Teilnehmer entweder reiten und vorführen oder beurteilen und vorführen. Frisierlehrgänge, auch mit dem eigenen Pferd, werden organisiert, Fahrten und Infostände auf Veranstaltungen organisiert. Olaf Hagemann regt auf einer Vorstandssitzung an, den Verbandsjugendsprecher als stimmberechtigtes oder beratendes Mitglied in den Vorstand aufzunehmen. In einigen Vereinen und Bezirksverbänden gibt es diese Regelung bereits. Die Jungzüchterreise führt nach Österreich.

1997 ist die Amtszeit von Olaf Hagemann als Verbandsjugendsprecher zu Ende. Uli Hahne wird sein Nachfolger. Annelene Meyer gibt aus Zeitgründen ihr Amt als Stellvertreterin ab, Jürgen Stuhtmann tritt ihre Nachfolge an. Uli Hahne wird als beratendes Mitglied in den Vorstand des Verbandes aufgenommen. Der Oldenburger Verband organisiert den ersten Bundeswettbewerb der Jungzüchter, an dem sieben Verbände teilnehmen. Neben den Gastgebern und Hannover sind dies Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Holstein und Trakehner. Die hannoversche Mannschaft besteht aus Iris Kracke, Sudweyhe; Wiebke de Vries, Moormerland; Hannes Brüning, Ochtmannien; Andrea Hunte, Landesbergen; Anna Lohe, Stelle; Heike Crome-Sperling, Lutter; Sönke Ohlrogge, Nüssen; Wiebke Icken, Dorum, Sandra Hunte, Landesbergen; Gesa Stuhtmann, Bahlburg. Vorbereitet und betreut werden sie von Olaf Hagemann und Jürgen Stuhtmann. Hannover gewinnt die Mannschaftswertung, Iris Kracke die Einzelwertung in der jüngeren und Cord Meiners vom Oldenburger Verband in der älteren Abteilung. Rüdiger Meyer und Nicole Mahler organisieren den ersten Jungzüchtertag im Pferdezuchtverein Bremervörde. Die PZV Gartow-Lüchow-Dannenberg veranstalten eine Reiterprüfung, in der neben dem Reiten auch das Herausgebrachtsein und das Vorführen beurteilt werden. 1. Hilfe am Pferd heißt ein neuer Lehrgang, es werden Fahrten zum Duhner Wattrennen und zu Gestüten organisiert. Ziel der Jungzüchterreise soll Polen sein. Leider gehen nicht genug Anmeldungen ein, und die Reise wird abgesagt.

Gemäß dem Modus, dass immer der bestplatzierte Verband, der noch nicht dran war, den Bundeswettbewerb organisiert, ist dies nach dem Sieg im Vorjahr unser Verband. Elf Verbände nehmen teil. Unsere Mannschaft wird von Jürgen Stuhtmann, Birgit Deecke und Michael Edzards betreut und wiederholt den Mannschaftssieg vom Vorjahr, die Einzelsiege gehen an Hannes Brüning in der jüngeren und wiederum an Cord Meiners in der älteren Abteilung. Das Jungzüchterlogo entsteht nach dem Vorbild „Karl, die Wunderstute“ und prangt u.a. auf der Jungzüchterflagge. Die Jungzüchterreise geht nach Baden-Württemberg und Bayern.

Die Trakehner sind Organisatoren des Bundeswettbewerbs, und das Wetter in Schneverdingen lässt sogar die Regenschlacht in Rastede verblassen. In der Mannschaftswertung belegt Hannover hinter den Trakehnern den zweiten Platz. In der neu eingerichteten Mannschaftswertung nach Altersklassen siegen die jüngeren Hannoveraner, die älteren belegen den vierten Platz. In der Einzelwertung wiederholt Hannes Brüning seinen Vorjahressieg, gefolgt von Anne-Katrin Deecke. In der älteren Abteilung siegt Björn Hanke von den Trakehnern vor Maren Schlender. Uli Hahne und Jürgen Stuhtmann besuchen den dänischen Verband und erläutern dort, wie die Jungzüchterarbeit im hannoverschen Verband aufgebaut ist. Die Theorie für die Jungzüchterwettbewerbe wird entschärft, die elf- bis 14-jährigen Teilnehmer können wahlweise die Ponyfragen beantworten. In manchen Vereinen ist die Zusammenarbeit mit den Vorständen auch nach über zehn Jahren nicht einfacher geworden, in manchen Vereinen läuft sie hervorragend. Dies auch deshalb, weil mancher Jugendsprecher der ersten Jahre mittlerweile Geschäftsführer oder Vorsitzender seines Vereins ist. Fahrten zum Landgestüt Celle, nach Adelheidsdorf und zu Privathengsthaltern gehören zum Angebot der Vereinsjugendsprecher. Jungzüchter helfen bei den Deutschen Meisterschaften in Verden, bei den Eliteauktionen und der Privathengstschau. Die Jungzüchterreise führt ins Zuchtgebiet Westfalen.

Das bayerische Haupt- und Landgestüt Schwaiganger ist Austragungsort des Bundeswettbewerbs , an dem 13 Verbände teilnehmen. Die Theorie ist eine Katastrophe und sorgt für Trauer und Sarkasmus („Kann ich ein A kaufen?“). Hannover belegt in der Gesamtwertung hinter Sachsen-Anhalt den zweiten Platz, siegt mit der älteren Mannschaft, die jüngere belegt den vierten Platz (Sieger Sachsen-Anhalt). In der Einzelwertung siegt Anna Lohe in der älteren Abteilung. Der Jungzüchtertag findet zusammen mit der Equitana Open Air statt. Außerdem gibt es einen Aktionstraberwettbewerb, an dem auch Teilnehmer von anderen Verbänden teilnehmen. Franz-Josef Busemann wird erster Bundesjugendsprecher. Regionale Ansprechpartner sind Jürgen Stuhtmann für den Norden und Westen, Gerhard Francke für den Osten und Toni Kornes für den Süden. Die Lehrgänge in den Vereinen und Bezirksverbänden erfreuen sich großer Beliebtheit und ziehen viele Teilnehmer an (Rekord liegt bei über 100).

Die Maul- und Klauenseuche behindert im Frühjahr die Durchführung von Veranstaltungen. Ein Jahr voller Ereignisse steht an. Im Rahmen der Dressur-Europameisterschaften organisieren die Hannoveraner Jungzüchter den ersten Internationalen Jungzüchterwettbewerb. Die deutschen Verbände können je zwei Teilnehmer schicken, das europäische Ausland pro Land eine Mannschaft. Neben zwölf deutschen Verbänden nehmen Mannschaften aus Belgien, Dänemark, den Niederlanden und Polen teil. „Jungzüchter go international“. Die deutschen Teilnehmer dominieren den Wettbewerb. Prinzessin Benedikte von Dänemark, Schirmherrin der WBFSH, nimmt im Stadion die Siegerehrung vor. Der Bundeswettbewerb wird vom Verband Sachsen-Anhalt ausgerichtet und endet überaus erfolgreich für Hannovers Jungzüchter: Jeweils zweiter Platz für die Teilmannschaften, erster Platz in der Gesamtwertung sowie Einzelsiege für Nadine Dittmer und Hannes Brüning. Dritter Streich des Jahres ist der Alpen-Cup in Schwaiganger, wo sowohl die Mannschafts- als auch die Einzelwertung (Sieger Mike Habermann) an Hannover gehen. Langsam schleichen sich „Ermüdungserscheinungen“ bei den Jungzüchterwettbewerben ein. Teilnehmer mit Ponys gibt es reichlich, doch besonders die ältere Abteilung mit Großpferden ist bei manchen Wettbewerben nicht mehr vertreten. Die Jungzüchterreise soll nach Ungarn führen, muss aber leider mangels Teilnehmermasse abgesagt werden.

Im Jahr wird Uli Hahne Stutbuchleiter beim Verband und gibt deshalb sein Amt als Verbandsjugendsprecher ab. Sein Nachfolger ist Hans-Hagen Buchholz. Der Bundeswettbewerb wird vom Verband Berlin-Brandenburg im Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse ausgerichtet. Hannes Brüning und Maren Schlender übernehmen die Vorbereitung der Teilnehmer. Hannover belegt in der Gesamtwertung hinter den Bayern den zweiten Platz, bei den Teilmannschaften einen fünften (jung) und einen zweiten, sowie einen zweiten Platz (Anna Lohe) in der Einzelwertung. Das Jungzüchterfinale und der Beurteilungswettbewerb finden im Rahmen der Weltmeisterschaft der Jungen Dressurpferde statt, die anderen Wettbewerbe in Zusammenarbeit mit dem Reiterverband Hannover-Bremen auf der Verdiana. Hannoveraner Stuten, die am Jungzüchterfinale teilnehmen, brauchen nicht beim Verband eingetragen zu sein. Die Angebote, die von den Jugendsprechern gemacht werden, sind vielfältig. Hier eine Auswahl: Besuch des Pferdemuseums; Lehrgangswochenende mit Info über Blutlinien, Longieren, Freispringen, Mustern junger Pferde, Übernachtung in Zelten; gemeinsame Fahrten zu Turnieren und Messen; Besuch des Duhner Wattrennens; Lehrgänge zu diversen Themen; Besuch von Hengstvorführungen oder Verdener Auktionen; Besuch von Deckstationen; Vorbereitung auf den Basispass; Weihnachtsfeier. Die Jungzüchterreise geht nach Mecklenburg-Vorpommern.

2003 richtet der belgische Verband den zweiten Internationalen Jungzüchterwettbewerb aus. Die WBFSH übernimmt die Schirmherrschaft. Zur Siegerehrung ertönt die deutsche Nationalhymne für die Sieger aus Berlin-Brandenburg. Hannovers Mannschaft erreicht hinter den Gastgebern einen hervorragenden dritten Platz, Anna Lohe lässt in der Einzelwertung nur Nick Adriansen aus Belgien den Vortritt. Kristin Deecke und Nadine Dittmer werden jeweils Fünfte. Zur großen Überraschung aller Teilnehmer ist sogar eine Mannschaft aus Kanada von Canadian Warmblood gekommen. Der Bundeswettbewerb in Münster-Handorf wird von den hannoverschen Jungzüchtern dominiert. Sie siegen in der Gesamtwertung, mit der älteren Mannschaft und in der Einzelwertung der älteren Gruppe (Anna Lohe). Die jüngere Gruppe erreicht den vierten Platz, drei als Holsteiner verkleidete Hannoveraner den zweiten Platz. Beim Jungzüchtertag hat nach langer Zeit das männliche Geschlecht wieder die Nase vorn. Tim-Philipp Junge siegt in der älteren Hannoveraner-Abteilung und Christian Scheffler bei den jüngeren Ponys. Die Pferdemesse Nordpferd nimmt einen Jungzüchterwettbewerb in ihr Programm auf, zu dem die norddeutschen Verbände eingeladen werden. Hannovers Mannschaft ist auch hier erfolgreich. 565 Teilnehmer nehmen an den Jungzüchterwettbewerben teil. Auch neben den Wettbewerben tut sich viel: Lehrgänge zu Longieren, Beurteilung, 1. Hilfe am Pferd, Frisieren, schaufertiges Herausbringen und Aufbau des Freispringens werden organisiert, ein Einsteigerturnier, Fahrten zu Gestüten und zum Heidepark Soltau. Jungzüchter fahren mit dem Gestüter auf Brenntour und zeichnen Fohlen. Die Jungzüchterreise führt nach Belgien.

Der Bundeswettbewerb findet im thüringischen Erfurt statt. Die Gastgeber siegen auf ganzer Linie. Hannovers Jungzüchter belegen in der Gesamtwertung den sechsten Platz, die jüngere Mannschaft wird Zweite, die ältere lässt mehreren anderen Verbänden den Vortritt und erreicht gemeinsam mit den Holsteinern den zehnten Platz. Der Jungzüchtertag wird zusammen mit den Deutschen Jugendmeisterschaften der Isländer auf dem Rennbahngelände organisiert. Die Kombiveranstaltung ist ein voller Erfolg. Schade & Schade führen auf dem Hof Brüning ein Seminar für Jugendsprecher durch. Der Richterbogen für Jungzüchterwettbewerbe wird verändert, das Vorführen auf der Dreiecksbahn erhält höheres Gewicht. Birgit Deecke hat die Rekordzahl von 71 Teilnehmern bei ihrem Jungzüchterwettbewerb im Verein Celle-Südheide. Um neue Impulse für die Jungzüchterarbeit in den Vereinen zu geben wird beschlossen, eine umfangreiche Informationsmappe für Jugendsprecher zu erstellen. Ziel der Jungzüchterreise ist Schleswig-Holstein.

 

Text siehe  www.hannoveraner.com  Homepage des Hannoveraner Verbandes